
Vereinsgeschichte
Organisierten Sport gibt es in Tambach-Dietharz seit dem 19. Jahrhundert. Die Chronik in Jahreszahlen.
1852
Der Glasmachergehilfe Jacob Zimmermann besteigt allein den Falkenstein. Es ist die erste sportliche Tat im Ort, von der wir wissen.
1886
Turnen und Leichtathletik werden fester Teil des Ortslebens und bleiben es bis 1943.
1906
Am 21. Dezember gründet sich im Gasthaus Zum Bären der Wintersportverein. Langlauf, Skispringen, Rodeln und alpine Wettbewerbe gehören von Anfang an dazu.
1921
Der Fußball kommt nach Tambach-Dietharz. Gespielt wird am Grauweg, also dort, wo der Sportplatz heute noch liegt.
1925
Im Tammichgrund wird die erste Sprungschanze eröffnet, im Ort bald nur Nesselbergschanze genannt.
1927
Gymnastikgruppen entstehen. Den Freizeitsport gibt es seitdem ohne Unterbrechung.
1936
Der Ringkampf wird populär und bleibt bis 1992 eine der erfolgreichsten Sportarten im Ort.
1946
Nach dem Krieg werden die Sportgruppen unter einer gemeinsamen Leitung zusammengeführt.
1954
Zehn Mitglieder gründen im damaligen Klubhaus die Sektion Tischtennis.
1964
Auf Initiative des ASK Oberhof entsteht ein Biathlon-Stützpunkt. Aus ihm gehen später Olympiamedaillengewinner hervor.
1993
Die Abteilung Basketball wird gegründet.
2006
Der SV Motor zählt 501 Mitglieder.
2016
Juliane Frühwirt gewinnt Gold im Sprint bei den Olympischen Jugend-Winterspielen in Lillehammer.
2022
Vier Wochen lang feiert der Verein 100 Jahre Fußball, unter anderem mit einem Spiel gegen die Traditionsmannschaft des 1. FC Magdeburg.
2026
Die Fußballer werden Meister der Kreisliga und steigen in die Kreisoberliga auf. Der Verein hat 560 Mitglieder.
Sport in Tambach-Dietharz war von Anfang an Ehrenamt. In den ersten Jahrzehnten hatten einzelne Gründer und Förderer das Sagen, und welche Gruppe man wählte, hing in den 1920er Jahren oft auch an der politischen Richtung. Ab 1946 wurden die Sportgruppen gemeinsam geleitet.
Die Wende 1990 hat den Verein Kraft gekostet. Das Geld wurde knapp, die Förderung für Kinder- und Jugendsport brach weg, und nicht jede Sektion überstand das. Die Ringer hörten 1992 auf. Die Kegler konnten die Miete für ihre Bahn nicht mehr aufbringen und wechselten nach Finsterbergen. Die Wanderer und Bergsteiger machten sich selbstständig und gehören heute zum Bergrettungsdienst des DRK am Falkenstein.
Der Sportbetrieb selbst lief trotzdem weiter. 2006 hatte der SV Motor 501 Mitglieder, zur Jahreshauptversammlung im April 2026 waren es 560. Damit ist er der größte Verein der Stadt.
Was es früher gab
- Gewichtheben und Kraftsport, 1913 bis 1930
- Ringen, 1936 bis 1992
- Radsport mit Kunstfahren und Radball, 1925 bis 1950
- Boxen, 1932 bis 1954
- Schwimmen, 1920 bis 1956
- Feldhandball, 1931 bis 1957
- Kegeln, 1952 bis 1995
- Federball, 1952 bis 1962
- Schach, 1951 bis 1962
- Volleyball, 1947 bis etwa 1967
- Bodybuilding, 1965 bis 1970
- Spielmannszüge, 1927 bis 1983
